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50 Jahre Sozialbau Kempten
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(v.l.) Prof. Zellmann, Kroner,
Singer, Dr. Netzer
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OB Dr. Ulrich Netzer, Herbert
Singer
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Moderator Alexander Hold
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Zum Jubiläum eine Reise in die Zeit des Wirtschaftswunders.
In der Big Box Allgäu feierte die Sozialbau Kempten GmbH am 27. Oktober 2006 mit einem Festakt ihren 50. Geburtstag. Die 750 Ehrengäste, Mieter, Eigentümer und Mitarbeiter genossen in dem liebevoll dekorierten Saal einen abwechslungsreichen Abend. Ein original 50er Jahre Wohnzimmer, glänzend aufpolierte Oldtimer und der Kemptener Rock´n´Roll-Club im Fifties-Look ermöglichten den Gästen eine Reise in die Vergangenheit.
Am 26.10.1956 – zur Zeit des Wiederaufbaus und des Wirtschaftswunders – wurde die Sozialbau gegründet. Als „einfach atemberaubend“ bezeichnete Sozialbau-Geschäftsführer Herbert Singer in seiner Festrede die zusammengefassten Bau- und Leistungsdaten der Anfangsjahre. So sind zwischen 1957 und 1973 rund 3.000 Wohnungen errichtet worden, im Jahr der Olympischen Spiele 1972 sogar die Rekordzahl von 694 Wohnungen. Diese Zahlen sind eng mit dem Namen Hans Breidenstein verbunden, dem ersten Geschäftsführer der Sozialbau, betonte Singer und ehrte später den Ehrengast.
Insgesamt hat die Sozialbau mit ihren Tochtergesellschaften bis heute rund 7.500 Mietwohnungen, Eigentumswohnungen, Eigenheime und Reihenhäuser gebaut. Nach fast 40 Jahren der langen Mietervormerklisten ist die Vermietung von Wohnungen seit Ende der 90er Jahre allerdings kein Selbstläufer mehr. „Der Wohnungsmarkt heute ist zwar stabil, aber differenziert“, beschrieb Singer die Situation. Nicht mehr die großen Bauzahlen sind das Thema, Qualität statt Quantität ist heute entscheidend. „Wir sind heute sehr zufrieden, denn wir haben Vollbelegung unserer Wohnungen und einen unterdurchschnittlichen Mieterwechsel von rund acht Prozent“, freute sich der Geschäftsführer. Entscheidende Qualitätskriterien dafür sind gute Grundrisse, Balkone, ein zeitgemäßes Bad und zentrale Wärme- und Wasserversorgung bei einer Durchschnittsmiete von 4,35 Euro/qm. Dies hat Sozialbau in den vergangenen acht Jahren durch Investitionen in Höhe von ca. 60 Millionen Euro erreichen können. Wesentliche Kernaufgabe wird auch in den nächsten Jahren die Modernisierung der zahlreichen Wohnanlagen sein.
„Wie alle wissen, ist das Alter allein noch kein Verdienst. Entscheidend ist, was in fünf Jahrzehnten geleistet, was von den gesteckten Zielen tatsächlich erreicht wurde. Unter diesem Blickwinkel können wir den 50. Geburtstag der Sozialbau mit berechtigtem Stolz feiern“, sagte Kemptens Oberbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender der Sozialbau Dr. Ulrich Netzer in seiner Festrede. Die Stadt Kempten sieht das Geburtstagskind als ein äußerst stabiles Wirtschaftsunternehmen und unverzichtbare und maßgebliche Kraft für die Wohnraumversorgung der Bürgerinnen und Bürger. Einen hohen Stellenwert hat die Sozialbau auch bei der Aufgabe einer aktiven Stadtentwicklung und Stadtsanierung. Hinsichtlich der zahlreichen Privatisierungen kommunaler Wohnungsunternehmen in anderen Städten sprach Dr. Netzer seine Zweifel aus, ob die zahlreichen Leistungen eines Wohnungsunternehmens wie der Sozialbau auch nach einer Privatisierung noch möglich wären. „Wir wollen nicht nur eine monetäre Rendite für die Stadt im Blickfeld wissen“, betonte er.
Die Privatisierung kommunaler Wohnungsunternehmen war auch ein Thema des Grußwortes von Xaver Kroner, Verbandsdirektor des VdW Bayern. Er betonte die große Bedeutung der kommunalen Wohnungsunternehmen für die Gesellschaft und bezeichnete sie als starke und verlässliche Partner, die dazu beitragen, dass sich alle |
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Direktor i.R. Hans Breiden-
stein (†), Herbert Singer
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Bigband Babel and the
Goodmen
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| 1. Rock´n Roll Club Kempten |
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Bevölkerungsgruppen das Wohnen in der Stadt leisten können. Der Verbandsdirektor dankte allen, die dazu beigetragen haben, dass die Sozialbau Kempten zu solch einem verlässlichen Partner werden konnte.
Über den Wert eines modernen Wohnungsunternehmens für Stadt und Mensch sprach Gastredner Professor Peter Zellmann vom Wiener Institut für Freizeit- und Tourismusforschung. Der Erfolg eines Wohnungsunternehmens hänge zunehmend davon ab, ob es das Leben der Menschen verschönern und erleichtern würde, lautete die zentrale These des Professors. Der Sozialbau Kempten bescheinigte er, auf dem richtigen Weg zu sein. Für die passende Atmosphäre beim Jubiläumsabend sorgten die Bigband „Babel and the Goodmen“ mit Swing-Klassikern und der Bariton Wolfgang Seljé, der bekannte Frank-Sinatra-Songs zum Besten gab.
Als Moderator führte der Fernsehrichter Alexander Hold das Publikum durch das perfekt organisierte Programm. Denn geboten wurde eine ganze Menge: So brachte Hausmeister „Schorsch Müller“ im Blaumann von Sozialbau mit seiner Hausmeister-Comedy das Publikum zum Lachen, beeindruckte der Kemptener Rock´n´Roll-Club mit flotten Tanzeinlagen und informierte ein eigenes gedrehter „Sozialbau-Film“ über Kemptener Meilensteine aus fünf Jahrzehnten.
Weil man nur einmal 50. wird, wurde am Samstag beim Familien- und Informationstag gleich weiter gefeiert. In einer Kinder-Kreativ-Werkstatt, beim Turmklettern u.v.m., bei Vorträgen über die demografische Veränderung bis Feng Shui, bei Musik und vielen Tanzaufführungen kamen Groß und Klein auf ihre Kosten. Dieser Geburtstag wird sicherlich allen Beteiligten in bester Erinnerung bleiben. |
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