Geschäftsbericht 2025

Das Geschäftsjahr 2025 24 25 Das Geschäftsjahr 2025 Auch für das Baugewerbe war 2025 erneut ein schwieriges Jahr. Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung sank nochmals um 3,6 %, die Zahl der Insolvenzen nahm zu. Anhaltend hohe Baupreise bremsten insbesondere den Wohnungsbau deutlich aus. Auch das Ausbaugewerbe musste erneut einen Rückschlag hinnehmen. Besser war die Lage im Tiefbau: Der Neubau und die Instandsetzung etwa von Straßen, Bahnstrecken oder Energienetzen sorgten dafür, dass das Vorjahresniveau leicht übertroffen werden konnte. Wirtschaftsleistung der Wohnungswirtschaft 2025 Die Grundstücks- und Wohnungswirtschaft konnte ihre Bruttowertschöpfung im Jahr 2025 um 0,5 % steigern und erreichte damit einen Bruttowertschöpfungsanteil von knapp 10 %. Für gewöhnlich hat die Grundstücks- und Wohnungswirtschaft nur moderate Wertschöpfungszuwächse und ist nur geringen Schwankungen unterworfen. Gerade diese Beständigkeit begründet die stabilisierende Funktion der Immobiliendienstleister für die Gesamtwirtschaft, vor allem in Zeiten einer flauen Gesamtentwicklung. Nominal erzielte die Grundstücks- und Immobilienwirtschaft 2025 eine Bruttowertschöpfung von 392 Mrd. €. Das weiterhin erhöhte Zinsniveau stellt eine wesentliche Belastung für Investitionen dar. Insgesamt bleibt die Immobilien- und Wohnungswirtschaft durch hohe Bau- und Finanzierungskosten, verschärfte regulatorische Anforderungen (insbesondere im Bereich Energie und ESG), politische Unsicherheiten sowie begrenzte Fördermittel stark unter Druck. Eine nachhaltige Entspannung erfordert insbesondere verlässliche Rahmenbedingungen, eine Dämpfung der Baukosten und keine zeitverzögerte Bereitstellung der Wohnraumfördermittel, wie sie aktuell vorgesehen ist. Die Bauinvestitionen gingen um 0,9 % zurück. Das war bereits der fünfte Rückgang in Folge. Hohe Baupreise dürften dazu geführt haben, dass vor allem Vorhaben im Wohnungsbau nicht realisiert wurden. In Wohnbauten wurde 2,4 % weniger investiert. Mehr investiert wurde dagegen in Nichtwohnbauten (+1,3 %), also beispielsweise in Straßen, Brücken, Fabriken oder Bürogebäude. Im Jahr 2024 waren die Wohnungsbauinvestitionen erstmals seit der Finanzkrise im Jahr 2009 in nominaler Betrachtung deutlich gesunken (-2,5 %). Im Jahr 2025 stagnierten sie in nominaler Rechnung in etwa auf diesem Niveau, preisbereinigt gingen die Wohnungsbauinvestitionen schon seit 2021 Jahr für Jahr zurück. Trotz zuletzt abnehmender Tendenz sind die Wohnungsbauinvestitionen damit in den vergangenen sechs Jahren um 20 % gesunken. Auch 2025 nahmen die Wohnungsbauinvestitionen preisbereinigt mit -2,4 % spürbar stärker ab als die Bauinvestitionen insgesamt (-0,9 %). Noch zwischen 2010 und 2020 hatte der Wohnungsbau die treibende Kraft unter den Bausparten gebildet und war deutlich stärker als die übrigen Baubereiche gewachsen. In Neubau und Modernisierung der Wohnungsbestände flossen 2025 rund 272 Mrd. €. Anteilig wurden 59 % der Bauinvestitionen im Wohnungsbau getätigt; leicht weniger als im Vorjahr. Insgesamt umfassen die Bauinvestitionen über alle Immobiliensegmente 2025 einen Anteil von 10 % des Bruttoinlandsproduktes. Arbeitsmarkt/Preisanstieg/Leitzins Im Jahresdurchschnitt 2025 waren 46,0 Mio. Menschen mit Arbeitsort in Deutschland erwerbstätig. Gegenüber dem Vorjahr ist der Wert nahezu unverändert. Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 161.000 auf 2,9 Mio. Menschen. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,3 Prozentpunkte auf 6,3 %. In der Summe erhöhte sich das verfügbare Einkommen aller privaten Haushalte im Jahr 2025 um 3,1 %. Pro Kopf lag es angesichts einer nahezu konstanten Bevölkerungszahl ebenfalls 3,1 % über dem Vorjahreswert. Grund für den Anstieg waren in erster Linie die höheren Nettolöhne und -gehälter (+4,0 %) und steigende monetäre Sozialleistungen (+3,9 %), worunter vor allem die kontinuierlich steigenden Ausgaben für die Altersversorgung fallen. Die Einkommen der privaten Haushalte aus selbständiger Tätigkeit und Erträgen aus Vermögen sind dagegen nur leicht gestiegen (+1,1 %). Da die Verbraucherpreise 2025 mit voraussichtlich +2,2 % schwächer als das verfügbare Einkommen stiegen, verzeichneten die privaten Haushalte insgesamt Realeinkommenszuwächse. Diese Angaben sind Durchschnittswerte für die Gesamtbevölkerung, die individuell deutlich anders ausfallen können. Das Unternehmen 2 Insgesamt 137 Mitarbeitende 22 % 21–30 Jahre 8 % 11–20 Jahre über 30 Jahre bis 10 Jahre 68 % 2 % Betriebszugehörigkeit Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis) Verarbeitendes Gewerbe Baugewerbe Handel, Verkehr und Gastgewerbe Information und Kommunikation Unternehmensdienstleister Öffentl. Dienstleister, Erziehung, Gesundheit Sonstige Dienstleister Insgesamt: -0,1 -1,3 -3,6 1,2 1,3 -0,8 1,4 -0,3 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Die deutsche Wirtschaft war in den Jahren 2023 und 2024 weiterhin von Stagnation und rezessiven Tendenzen geprägt. Nach Rückgängen des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,3 % im Jahr 2023 und 0,2 % im Jahr 2024 zeigte sich im Jahr 2025 eine leichte Stabilisierung. Das BIP erhöhte sich um 0,2 %, allerdings zählt Deutschland im internationalen Vergleich weiterhin zu den wachstumsschwächsten Volkswirtschaften. Wachstumsstützend wirkten insbesondere die privaten und staatlichen Konsumausgaben, während Exporte und Investitionen erneut rückläufig waren. Die wirtschaftliche Entwicklung bleibt damit strukturell belastet. Neben dem industriellen Strukturwandel wirken sich insbesondere die nachlassende Wettbewerbsfähigkeit, internationale Handelskonflikte sowie geopolitische Risiken dämpfend auf die konjunkturelle Entwicklung aus. Für das Jahr 2026 erwarten die Wirtschaftsforschungsinstitute, gestützt durch höhere öffentliche Investitionen, ein moderates Wirtschaftswachstum von durchschnittlich rund 0,5 %. Gleichwohl bestehen weiterhin erhebliche Unsicherheiten, insbesondere im Hinblick auf die Entwicklung des Welthandels, der Inflation und des Zinsniveaus. Wirtschaftsleistung der Wohnungswirtschaft 2025

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