Geschäftsbericht 2025

Bewirtschaftungsmanagement 68 69 Bewirtschaftungsmanagement freie Wohnangebote. Wohnraumanpassungen wie Aufzüge, schwellenfreie Zugänge oder moderne Badezimmer ermöglichen vielen Menschen ein selbstbestimmtes Leben in der vertrauten Umgebung. Das Prinzip „lebenslanges Wohnen“ trägt wesentlich dazu bei, Umzüge in Pflegeeinrichtungen hinauszuzögern oder ganz zu vermeiden. Gleichzeitig entlastet dies soziale Infrastruktur und Pflegeangebote. Bezahlbares Wohnen schützt vor Armut Steigende Lebenshaltungskosten und angespannte Wohnungsmärkte erhöhen das Risiko von Wohnungsarmut. Sozialbau sieht bezahlbaren Wohnraum daher als zentralen sozialen Beitrag zur nachhaltigen Stadtentwicklung. Durch langfristig kalkulierte Mieten, sozial orientierte Vermietung und individuelle Beratung unterstützt das Unternehmen Menschen mit unterschiedlichen finanziellen Möglichkeiten. Ziel ist es, Wohnen dauerhaft leistbar zu halten und soziale Ausgrenzung zu verhindern. Verantwortung in Zeiten von Flucht und Migration Die Unterbringung und Integration geflüchteter Menschen bleibt eine gesellschaftliche Herausforderung. Sozialbau leistet hierbei einen wichtigen Beitrag durch die Bereitstellung von Wohnraum und die Unterstützung einer gelingenden Integration im Quartier. Besonders wichtig sind dabei stabile Nachbarschaften, soziale Betreuung sowie ein respektvolles Miteinander. Wohnen bildet die Grundlage für Bildung, Arbeit und gesellschaftliche Teilhabe. Nachhaltiges Wohnen bedeutet, Menschen langfristig Sicherheit, Gemeinschaft und Perspektiven zu bieten. Sozialbau schafft Wohnraum, der soziale Stabilität fördert und Quartiere lebenswert macht – heute und in Zukunft. Nachhaltigkeitsbericht 3 Soziales (Social) Lebenslang wohnen – sozial verbunden Zuhause für jede Lebensphase Wohnen ist weit mehr als ein Dach über dem Kopf. Es bedeutet Sicherheit, Teilhabe und Lebensqualität. Deshalb verfolgt Sozialbau seit vielen Jahren das Ziel, Menschen in jeder Lebensphase ein stabiles Zuhause zu ermöglichen – unabhängig von Einkommen, Alter oder familiärer Situation. Der Fokus liegt dabei auf langfristigen Mietverhältnissen, sozialer Durchmischung und bezahlbarem Wohnraum. Die durchschnittliche Wohndauer liegt mit 15,5 Jahren über dem Branchendurchschnitt. Zahlreiche Mieterinnen und Mieter leben seit Jahrzehnten in ihrem Quartier, 116 Miethaushalte seit über 50 Jahren. Das längste Mietverhältnis besteht seit 66 Jahren. Diese Kontinuität stärkt Nachbarschaften, schafft Vertrauen und fördert soziale Stabilität. Soziale Durchmischung stärkt Quartiere In den Wohnanlagen leben Familien, Senioren, Alleinerziehende, Menschen mit Behinderung sowie Personen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen Tür an Tür. Diese soziale Vielfalt ist ein wichtiger Bestandteil nachhaltiger Quartiersentwicklung. Das Durchschnittsalter unserer Mieterschaft liegt bei etwa 50 Jahren und reicht von der 18-jährigen Studentin bis zum über 100-jährigen Rentner. Durch gezielte Belegungsstrategien achtet Sozialbau auf ausgewogene Bewohnerstrukturen. So entstehen lebendige Nachbarschaften mit kurzen Wegen, gegenseitiger Unterstützung und hoher Identifikation mit dem Wohnumfeld. Wohnungstausch schafft neuen Wohnraum Viele Menschen wohnen heute in Wohnungen, die nicht mehr zu ihrer aktuellen Lebenssituation passen. Familien benötigen mehr Platz, ältere Menschen häufig weniger. Mit gezielten Wohnungstausch-Angeboten unterstützt Sozialbau Mieterinnen und Mieter dabei, bedarfsgerecht umzuziehen. Dadurch wird vorhandener Wohnraum effizienter genutzt – ohne zusätzlichen Flächenverbrauch. Gleichzeitig bleiben die Menschen innerhalb ihres vertrauten Wohnumfelds und sozialer Netzwerke. Fakten & Kennzahlen • Langjährige Mietverhältnisse fördern stabile Nachbarschaften • Wohnungstausch reduziert zusätzlichen Flächenbedarf • Soziale Durchmischung stärkt Integration und Zusammenhalt • Barrierearme Wohnungen gewinnen weiter an Bedeutung • Bezahlbarer Wohnraum bleibt zentrale gesellschaftliche Aufgabe Wohnraumanpassung für mehr Selbstständigkeit Mit zunehmendem Alter verändern sich die Anforderungen an das Wohnen. Sozialbau investiert deshalb kontinuierlich in barrierearme und barriereMieter- Altersstruktur 11,71 % 50–60 Jahre 14,16 % 40–50 Jahre 16,67 % 30–40 Jahre 9,86 % 70–80 Jahre 4,66 % 80–90 Jahre 0,98 % 90–100 Jahre 13,15 % 60–70 Jahre 17,28 % unbekannt 11,53 % <30 Jahre

RkJQdWJsaXNoZXIy NzMzNDc5