Ausgabe August 2026

HEIMAT NEU LEBEN SEITE 7 Umwelt- freundlich und chemiefrei Die Pflege der Außenanlagen stellt Hausmeisterteams oft vor große Herausforderungen: Unkraut sprießt an Wegen, Plätzen und in Beeten – und klassische Methoden wie chemische Unkrautvernichter sind aus ökologischen und gesundheitlichen Gründen immer weniger gefragt, teil- weise sogar verboten. Die Hausmeisterei der Sozialbau hat deshalb auf eine umweltfreundliche Alternative gesetzt: das Heißwassergerät. Mit diesem Gerät werden Unkräuter ausschließlich durch heißen Wasserdampf bekämpft. Bereits wenige Sekunden nach dem Kontakt mit dem heißen Wasser sterben die Pflanzen ab. Die Methode verzichtet vollständig auf chemische Mittel und ist somit besonders umweltschonend. Boden und angrenzende Pflanzen werden nicht belastet – ein großer Vorteil gerade in Wohnanlagen mit vielen Grünflächen. „Wir möchten unseren Bewohnerinnen und Bewohnern saubere und gepflegte Außenbereiche bieten, ohne dabei die Umwelt zu belasten“, erklärt Hausmeisterin Heidi Heel (im Bild) von Sozialbau. „Das Heißwassergerät ermöglicht uns, Wege und Plätze effektiv von Unkraut zu befreien – schnell, sauber und nachhaltig.“ Ein weiterer Pluspunkt: Der Einsatz ist einfach und flexibel. Das Gerät kann sowohl auf großen Plätzen als auch in engen Bereichen wie Hauseingängen oder Spielplatzwegen eingesetzt werden. Durch die gezielte Anwendung lassen sich schwer zugängliche Stellen effektiv bearbeiten, ohne umliegende Pflanzen zu gefährden. Neben der ökologischen Komponente überzeugt die Heißwasser-Methode auch wirtschaftlich. Langfristig reduziert sie den Pflegeaufwand, da Unkraut bereits an der Wurzel abgetötet wird. Zudem entfällt die Lagerung und Entsorgung von Chemikalien – ein zusätzlicher Sicherheitsgewinn für das Hausmeisterteam. Die Sozialbau setzt das Heißwassergerät bereits erfolgreich ein. Die Rückmeldungen der Bewohner sind durchweg positiv. Saubere Wege und Plätze tragen zum gepflegten Erscheinungsbild der Wohnanlagen bei und steigern das Wohlbefinden im Alltag. Mit dem Einsatz des Heißwassergeräts zeigt die Hausmeisterei der Sozialbau, wie moderne Gebäudepflege, Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein Hand in Hand gehen. Chemiefrei, effektiv und schonend – so lässt sich die Pflege der Außenanlagen von morgen bereits heute gestalten. Heißwasser gegen Unkraut Auch im Jahr 2025 bleiben die Energiepreise ein bestimmendes Thema für Mieterinnen und Mieter sowie für Vermieter. Trotz einer vorübergehenden Beruhigung der Märkte bewegen sich die Kosten für Gas, Strom und Wärme weiterhin auf hohem Niveau. Hinzu kommen steigende Netzentgelte, CO₂-Abgaben sowie allgemeine Preissteigerungen bei Dienstleistungen und Wartungskosten, die sich direkt auf die Betriebs- und Heizkosten auswirken. Die Entwicklung an den Energiemärkten bleibt schwer vorhersehbar. Internationale Krisen, politische Entscheidungen und steigende Kosten in der Energieversorgung beeinflussen die Preise nachhaltig und sorgen für anhaltende Unsicherheit. Viele Haushalte spüren diese Belastung daher weiterhin deutlich in ihren monatlichen Nebenkosten. Um diesen Entwicklungen bestmöglich zu begegnen, führen wir weiterhin intensive Verhandlungen mit unseren Energieversorgern, um Kostensteigerungen abzufedern. Gleichzeitig trägt ein bewusster Umgang mit Heizenergie und Warmwasser wesentlich dazu bei, den individuellen Verbrauch – und damit die Kosten – zu senken. Auch bei Investitionen in energetische Maßnahmen verfolgen wir einen ausgewogenen und verantwortungsvollen Weg. Notwendige Modernisierungen und energetisch sinnvolle Verbesserungen setzen wir behutsam mit Augenmaß um, damit Klimaschutz, Energieeffizienz und bezahlbares Wohnen langfristig vereinbar bleiben. Erstmals seit 2012 liegen die Heizkosten pro Quadratmeter Wohnfläche über den Betriebskosten. Im Zeitraum der letzten fünf Jahre konnten die „kalten“ Betriebskosten für unseren Wohnungsbestand um rund 3,3 % gesenkt werden, während die Kosten für Heizung und Warmwasser im gleichen Zeitraum um fast 50 % stiegen. Bei einer Aufschlüsselung der Nebenkosten in ihre Einzelpositionen zeigt sich, dass über 80 % der Gesamtkosten auf nur fünf der 17 Positionen entfallen. Den größten Anteil machen dabei die Heizkosten aus, die auch die Erzeugung von Warmwasser umfassen. Daher können Sie weiterhin durch Ihr individuelles Verbrauchsverhalten – etwa durch sparsamen Umgang mit Warmwasser und richtiges Heizen sowie Lüften – direkt Einfluss auf Ihre Nebenkostenabrechnung nehmen. 1,60 1,40 1,20 1,00 0,80 0,60 0,40 0,20 0,00 Betriebskosten Heizkosten Entwicklung der Betriebs- und Heizkosten (pro m2 /Monat, 1999-2025) (Vermietungsbestand Sozialbau Kempten und Sozialbau Immenstadt) Euro pro m2/mtl. Jahr 1999 2006 2012 2016 2021 2022 2023 2024 2025 • Richtiges Heizen und Lüften • Bewusster und sparsamer Umgang mit Wasser • Verwendung energiesparender Haushaltsgeräte • Nutzung der Möglichkeiten zur Mülltrennung (Bio- und Papiertonnen sowie Recyclingstationen) Wie kann ich positiv auf meine eigenen Betriebskosten einwirken? Unser Mieterservice berät Sie gerne! Betriebs- und Heizkosten im Fokus Heizkosten 48,9% Hauswart 11,7% Grundsteuer 6,3% Versicherung 3,4% Hausreinigung Fremd. 5,3% Wasser/Kanal/Niederschlagswasser 6,6% Müllabfuhr 6,7% sonstige Betriebskosten 3,4% diverse kleine Positionen zusammengefasst 7,6% 1,54 €/m² Heizfläche/mtl. 1,46 €/m² Wohn- und Gewerbefläche/mtl. Betriebs- und Heizkosten 2025 (prozentuale Kostenverteilung auf den Sozialbau Gesamtbestand)

RkJQdWJsaXNoZXIy NzMzNDc5