Geschäftsbericht 2025

Bewirtschaftungsmanagement 46 47 Bewirtschaftungsmanagement über 80 % der Kosten entstehen in 5 der 17 Betriebskostenpositionen! 1,12 0,54 1999 1,17 1,06 2006 1,20 1,34 2012 1,36 0,97 2016 1,51 1,50 1,55 1,48 1,46 1,03 1,02 1,04 1,31 1,54 Betriebskosten €/m2/mtl. Heizkosten €/m2/mtl. Betriebs- und Heizkosten 1999–2025 48,9 % Heizkosten 11,7 % Hauswart 6,6 % Wasser/Kanal/ Niederschlagwasser 6,3 % Grundsteuer 6,7 % Müllabfuhr 3,4 % Versicherung 3,4 % Sonst. BK 5,3 % Hausreinigung Fremd. 7,7 % div. kleine Positionen zusammengefasst 2021 2022 2023 2024 2025 Gebäude- und Hausbewirtschaftung 3 Gegenüber dem Jahr 2024 erhöhten sich die Wohnungsmieten ohne Nebenkosten im Jahresdurchschnitt 2025 um 2,0 %. Damit lagen die Bestands-Nettokaltmieten bundesweit rechnerisch bei etwa 7,80 €/m² (2024 bei 7,62 €/m², Quelle: Deutscher Bundestag). Bei den sozialorientierten Wohnungsunternehmen liegt die Durchschnittsmiete in Bayern bei 7,43 €/m². Das entspricht einem Anstieg von 2,7 % gegenüber dem Vorjahr. Der neue qualifizierte Mietspiegel Kempten 2025 wurde rechnerisch um 5,5 % gegenüber der vorherigen Version fortgeschrieben. Grundlage war der Verbraucherpreisindex zwischen November 2022 und November 2024. Bei Sozialbau liegt die mittlere Wohnungsmiete im Eigenbestand (ohne Studenten) 2025 bei 6,87 €/m². Das entspricht einem Zuwachs von etwa 2,7 % gegenüber dem Vorjahr. Mieten 2025 in Kempten Angebotsmieten in Kempten bleiben angespannt Betriebs- und Heizkosten Der Wohnungsmarkt in Kempten zeigte sich auch 2025 angespannt. Die durchschnittliche Nettokaltmiete im gesamten Stadtgebiet betrug im vierten Quartal 2025 laut Immobilienscout 11,33 €/m², was einen Anstieg von etwa 5,1 % gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Zum selben Zeitpunkt lag die durchschnittliche Angebots-Nettokaltmiete in Bayern bei 10,46 €/m², ein Anstieg von etwa 4,3% gegenüber dem vierten Quartal 2024. Bundesweit lag das Wachstum mit 2,9 % im Jahresvergleich auf dem niedrigsten Stand seit über vier Jahren. Der gewichtete Durchschnitt über 37 Städte und Regionen (GREIX) liegt aktuell bei 14,36 €/m². Neubauangebote erreichen in Kempten inzwischen häufig Mietpreise zwischen 15 und 18 €/m², während Bestandswohnungen überwiegend zwischen 11 und 14 €/m² angeboten werden. Nicht preisgebundene Wohnungen im Sozialbau Eigenbestand in Kempten wurden 2025 im Schnitt für 11,10 €/m² neu vermietet (inkl. Neubau 50 Apartments). Inklusive gefördertem Bestand betrug die Neuvermietungsmiete 2025 im gesamten Bestand 9,87 €/m². Die Nachfrage nach Wohnraum in Kempten bleibt hoch. Ursachen hierfür sind insbesondere: • anhaltender Zuzug in die Region, • steigende Bau- und Finanzierungskosten, • geringe Neubautätigkeit, • sowie ein begrenztes Angebot an verfügbaren Wohnungen. Für kommunale Wohnungsunternehmen gewinnt damit die Bereitstellung bezahlbaren Wohnraums weiter an Bedeutung. Gerade dauerhaft moderate Bestandsmieten leisten einen wichtigen Beitrag zur sozialen Stabilität des Wohnungsmarktes. Die steigenden Wohnkosten zeigen sich insbesondere im kontinuierlich wachsenden Anteil der Nebenkosten an der Gesamtmiete. Im vergangenen Jahr blieben die Energiepreise trotz zwischenzeitlicher Marktberuhigung für Mieterinnen und Mieter sowie Vermieter auf einem hohen Niveau und tragen damit wesentlich zur weiterhin hohen Kostenbelastung bei. Erstmals seit 2012 liegen die Heizkosten pro Quadratmeter Wohnfläche über den Betriebskosten. Im Wohnungsbestand der Sozialbau haben sich die „kalten“ Betriebskosten in den vergangenen fünf Jahren um rund 3,3 % reduziert, während die Kosten für Heizung und Warmwasser im gleichen Zeitraum um nahezu 50 % gestiegen sind. Auch bei Investitionen in energetische Maßnahmen setzt das Unternehmen weiterhin auf einen ausgewogenen und verantwortungsvollen Weg. Notwendige Modernisierungen und energetisch sinnvolle Verbesserungen werden mit Augenmaß umgesetzt, sodass Klimaschutz, Energieeffizienz und bezahlbares Wohnen miteinander vereinbar bleiben. Um Preisschwankungen entgegenzuwirken, werden langfristige Partnerschaften und verlässliche Liefervereinbarungen im Energiebereich gestärkt. Bei einer Aufschlüsselung der Nebenkosten nach Einzelpositionen wird deutlich, dass über 80 % der Gesamtkosten auf lediglich fünf der insgesamt 17 Positionen entfallen.

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