Ende März konnten die Umbau- und Sanierungsarbeiten im ehemaligen Haus Hochland nahezu abgeschlossen werden, lediglich Restarbeiten an der Fassade und den Außenanlagen stehen noch aus. Wo sich über Jahrzehnte zuerst Soldaten, später Vereine sowie Gäste der guten Küche versammelten und viele Menschen Veranstaltungen besuchten, wird ab Sommer „Kreativität“ einziehen: die Montessori Fachoberschule für Gestaltung in Kempten (MOS-Allgäu) öffnet dann dort ihre Pforten. Kreative Entfaltung an der MOS-Allgäu Die Schule begleitet junge Erwachsene bis zum Fachabitur und ermöglicht ihnen, dem Thema „Gestaltung“ in seinen unterschiedlichen Facetten zu begegnen. Die Schülerinnen und Schüler werden mit verschiedenen künstlerischen Techniken und gestalterischen Berufsmöglichkeiten vertraut gemacht, wobei sie ihre individuellen Begabungen finden sollen. Umbau Haus Hochland abgeschlossen Schulstart MOS im Sommer Umfangreiche Sanierung für zeitgemäßen Schulbetrieb Um dies zu ermöglichen, waren umfangreiche Umbaumaßnahmen am Bestandsgebäude notwendig. Dies verlief – wie immer beim Bauen im Bestand – nicht ohne Überraschungen. Die optisch zunächst gute Substanz stellte sich in vielen Bereichen bei näherer Betrachtung als nicht mehr haltbar oder den heutigen Voraussetzungen entsprechend dar. Dies betraf besonders die Anforderungen an Brandschutz und Energetik. Auch wenn die Veränderungen auf den ersten Blick fast nicht auffallen (den Umbau des ehemaligen Bühnenhauses ausgenommen), wurde das Gebäude von der Rohinstallation bis hin zur Fassade komplett überarbeitet, darüber hinaus die Versorgung von Gas auf nachhaltige Fernwärme umgestellt. Bauliche Herausforderungen beim Ausbau Damit die räumlichen Wünsche des MOS erfüllt werden können, mussten neue Unterrichtsräume geschaffen werden, die im ehemaligen Bühnenhaus angesiedelt wurden – eine komplexe Aufgabe: Um die neuen Decken auf demselben Niveau wie im Haupthaus einbauen zu können, war eine neue, aufwändige Gründung notwendig; gleichzeitig sollten die Außenmauern und das Dach erhalten bleiben. Darüber hinaus wurde die gesamte digitale Infrastruktur erneuert und ausgebaut - heutzutage ein Grundpfeiler für modernen Unterricht. Charaktervolle Räume für kreative Nutzung Außerdem sollte - wo immer möglich - der Charakter der markanten 70er-Jahre-Architektur erhalten bleiben. Das repräsentative Foyer und der in seiner Größe und Gestaltung erhaltene große Saal zeugen vom Zeitgeist der Siebziger. Auch andere kleinere Räume können ohne Änderung des Raumzuschnitts für den Schulbetrieb genutzt werden, sie fungieren nun zum Beispiel als Kunsträume, Direktorat oder Sekretariat. Dies gilt auch für den ehemaligen Gastraum, der zum Aufenthaltsraum für Schülerinnen und Schüler wird oder für die einstigen Hausmeisterwohnungen, die jetzt als Lehrerzimmer dienen. Bis zur Aufnahme des Schulbetriebs im Sommer werden die Räume noch durch die MOS selbst individuell gestaltet und eingerichtet. Die Sozialbau investiert 3,6 Millionen Euro in dieses Projekt; sie ermöglicht damit für die nächsten Jahrzehnte langfristig die Schulnutzung und wünscht einen kreativen Schulstart in den neuen Räumen. HAUS HOCHLAND WIRD MOS-ALLGÄU HEIMAT NEU LEBEN SEITE 21
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