Ausgabe August 2026

Schenkenstraße 36/3 88213 Ravensburg Tel. 0751/7916564 Fax. 7916558 info@holzner-architekten.de HOLZNER ARCHITEKTEN h. OBJEKTPLANER AUFTRAGGEBER / BAUHERR GEZEICHNET GENERALÜBERNEHMER Züblin AG Bereich Bodensee Technisches Büro Krumme Jauchert 2 88085 Langenargen Tel.: 07543/96299-0 DATUM M. 1:100 27.03.2026 Projektname HO Sozialbau Kempten Wohnungs- und Städtebau GmbH Allgäuer Straße 1 87435 Kempten (Allgäu) vertr. d. Herr Thomas Heubuch Neubeu eines Mehrfamilienhauses in Kempten Rottachstraße Flst. Nr. 1799/4,1799/14, 1799/9 +15,12 ±0,00 14,92 1,54 12,22 +0,20 Grenze 44,325 ±0,00 +0,20 +2,92 +3,12 +5,84 +6,04 +8,76 +8,96 +11,68 +11,88 +14,60 +15,12 12,18 1,54 14,92 15,12 3,07 20 2,72 20 2,72 20 2,72 20 2,72 20 52 2,92 2,92 2,92 2,92 2,92 375 8,40 10 2,95 355 1,54 Fundamentbodenplatte nach Angabe Statiker extensive Dachberünung EG 1. OG 3. OG DG PV - Anlage Treppenhaus Mobilitätsraum Treppenhaus Mobilitätsraum Treppenhaus Mobilitätsraum Treppenhaus Mobilitätsraum Treppenhaus 17 Stg. 17,2/27,5 17 Stg. 17,2/27,5 17 Stg. 17,2/27,5 17 Stg. 17,2/27,5 Ausgang Garten Balkon Balkon Balkon Balkon Aufzug EFFH= 662,05 NHN Süden Osten Schnitt B - B Ansichten, Schnitt B-B Serielles Bauen für bezahlbaren Wohnraum An der Rottachstraße geht es weiter HEIMAT NEU LEBEN SEITE 22 BAUVORHABEN ROTTACHSTR. Projektdaten im Überblick Bauweise: Hybridbau mit serieller Fertigung Energiestandard: Effizienzhaus 40 Technik: Fernwärme, Photovoltaik, Retentionsdach Wohnungen: 9 × Drei-Zimmer-Wohnungen á ca. 80 m², 20 × Zwei-Zimmer-Wohnungen á ca. 57 m² Gesamtwohnfläche: ca. 1.860 m² Umbauter Raum: ca. 8.450 m³ Nach dem erfolgreichen Abbruch des Bestandsgebäudes an der Rottachstraße 22–24 im Frühjahr 2026 befinden sich die Vorbereitungen für den Neubau in einer entscheidenden Phase. Baubeginn abhängig von Förderzusage Der Bauantrag wurde Ende März 2026 eingereicht. Aktuell verzögert sich der Zeitplan jedoch aufgrund geänderter Förderprogramme. Die Beauftragung der nächsten Planungsphasen und der Bauausführung ist erst nach verbindlicher Zusage der Fördermittel möglich. Die Sozialbau rechnet weiterhin mit einem zügigen Baubeginn und hofft auf eine zeitnahe positive Förderentscheidung. Solide Grundlage trotz anspruchsvollem Baugrund Eine Kampfmitteluntersuchung wurde bereits abgeschlossen und das Planum für den Neubau ist vorbereitet. Bevor mit dem Hochbau begonnen werden kann, müssen zunächst bestehende Versorgungsleitungen (Sparten) teilweise umverlegt werden. Aufgrund der lokalen Bodenbedingungen – den sogenannten „Kemptener Sanden“ – ist eine aufwendige Bohr- und Rammpfahlgründung erforderlich, um die langfristige Standsicherheit des Gebäudes zu gewährleisten. Serielles Bauen mit klarer Struktur Das Bauvorhaben wird in serieller Hybridbauweise realisiert und überzeugt durch Wirtschaftlichkeit verbunden mit hoher Qualität. Standardisierte Grundrisse ermöglichen eine effiziente, wirtschaftliche Umsetzung und schaffen zugleich alltagstaugliche, gut nutzbare Wohnflächen. Zwischen den Wohnungen kommen Fertigteil-Betonschotten zum Einsatz, ergänzt durch Fertigteil-Hohlraumdecken. Innenwände werden in Trockenbauweise ausgeführt, die Außenwände in Holzrahmenkonstruktion errichtet. Ein zentrales Element des Konzepts sind durchgängige, zentral angeordnete Installationsschächte. Über diese werden vorgefertigte Badmodule und Küchenzeilen schnell und präzise angeschlossen. Dank dieses durchdachten Systems sind hohe Bauqualität und kurze Bauzeiten möglich. Ausblick Mit dem Projekt „Serielles Bauen“ an der Rottachstraße 2224 leistet die Sozialbau einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Stadtentwicklung und zur Schaffung dringend benötigten, bezahlbaren Wohnraums. Sobald die Fördermittel zugesichert sind, können die nächsten Planungsschritte vergeben werden. Die Sozialbau hofft, den Baubeginn zügig realisieren zu können – um möglichst bald neuen Wohnraum für Kempten zu schaffen. Regiebetrieb – fit für die Zukunft Seit über 30 Jahren hat der Regiebetrieb von Sozialbau Kempten seinen Standort im Kemptener Westen am Aybühlweg. Hier arbeiten neun verschiedene Handwerksberufe sowie die Fuhrparkbetreuung – mit Werkstätten, Lagern, Büros, Aufenthalts- und Schulungsräumen unter einem Dach. Die personelle Erweiterung der letzten Jahre und die stetige Entwicklung der Aufgabenstellungen haben den Lagerbedarf verändert. Gleichzeitig erforderten neue Anforderungen an Arbeitsstätten und die fortschreitende Digitalisierung eine Modernisierung der Räumlichkeiten. Durch eine optimierte Raumaufteilung entstanden nun klar getrennte Bereiche für Büros, Werkstätten und Lager. Moderne Regalsysteme wurden installiert, um den regelmäßigen Prüfvorschriften gerecht zu werden. Platz wurde auch für neue Geräte geschaffen – etwa die Treppenraupe oder die Verputzmaschine. Sie erleichtern den Transport und die Verarbeitung verschiedener Baumaterialien erheblich. Jeder Handwerker verfügt jetzt über einen eigenen Schreibtisch mit PCAusstattung. Damit ist sichergestellt, dass Auftragsabwicklung und Materialbeschaffung digital effizient und aktuell gestaltet werden können. Für schnelle Abstimmungen wurde im Flurbereich ein digitaler Anzeigebildschirm installiert. Er zeigt in Echtzeit den Fortschritt der Wohnungsmodernisierungen – so sind alle Kollegen jederzeit über den aktuellen Baustatus informiert. Zudem wurden rund 10 neue Nutzfahrzeuge in Betrieb genommen. Jeder Handwerker verfügt nun über einen eigenen Werkstattwagen mit individueller Inneneinrichtung. Das ermöglicht eine flexiblere Arbeitsplanung. Darunter befinden sich bereits mehrere Elektrofahrzeuge, die direkt auf dem Betriebsgelände geladen werden können. Besonders bemerkenswert: Alle Umbaumaßnahmen wurden in Eigenleistung der eigenen Mitarbeiter umgesetzt. Damit ist der Regiebetrieb nicht nur moderner, sondern auch nachhaltig gestärkt – und bleibt in wohnungsnaher Lage langfristig fit für die Zukunft.

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