Bezahlbares Wohnen braucht verlässliche Rahmenbedingungen
Im Rahmen seiner Herbsttour Bayern 2026 besuchte Axel Gedaschko, Präsident des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, am 8. Oktober die Sozialbau in Kempten. Beim Rundgang informierte er sich über den seriellen Holzhaus-Neubau im Calgeerpark sowie das Großprojekt „Parkstadt Engelhalde“.
Herausforderungen für die Branche
Nach Einschätzung Gedaschkos steht die Wohnungswirtschaft vor einer doppelten Herausforderung: Es müssen dringend neue Wohnungen entstehen – gleichzeitig sind erhebliche Investitionen in Klimaschutz und den bestehenden Wohnungsbestand nötig. Hohe Baukosten, gestiegene Zinsen, komplexe Vorschriften und unsichere Förderbedingungen bremsen jedoch die Investitionsbereitschaft vieler Unternehmen – bei weiterhin hoher Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum. Gedaschko fordert daher bezahlbaren Wohnungsbau, schnellere Genehmigungen, verlässliche Förderung, Dekarbonisierung des Bestands sowie wirtschaftlich tragfähige Neubau- und Modernisierungslösungen. „Bezahlbarer Wohnraum muss ein höheres politisches Gewicht und endlich denselben Stellenwert wie die Energiewende erhalten – wir brauchen eine Fast Lane für den Wohnungsbau“, so Axel Gedaschko.
Bauen mit Holz und Fernwärme
Am Gästehaus Calgeerpark zeigte Sozialbau-Geschäftsführer Thomas Heubuch, wie zeitsparend serielles Bauen funktioniert: Auf dem Areal des ehemaligen Fachsanitätszentrums entstand in vorgefertigter Holz-Elementbauweise ein Gebäude mit 50 Apartments für Mitarbeitende des Klinikums Kempten sowie 18 Apartments für Studierende – angeschlossen an die Kemptener Fernwärme. „Mit dem seriellen Bauen im Calgeerpark zeigen wir, dass Qualität, Ressourcenschonung und Wirtschaftlichkeit kein Widerspruch sein müssen“, so Thomas Heubuch.
Ein neues Quartier nimmt Gestalt an
Im Neubauquartier „Parkstadt Engelhalde“ mit insgesamt rund 400 Wohnungen entstehen aktuell im zweiten Bauabschnitt vier Wohnhäuser mit 67 Eigentumswohnungen. Bereits im Mai 2026 wurde zudem der Grundstein für das „Parkstadt Engelhalde Zentrum“ mit Lebensmittelmarkt, Gewerbe- und Büroflächen gelegt – ein wichtiger Schritt für die künftig rund 1.000 Bewohner des neuen Stadtquartiers und die angrenzende Nachbarschaft. Die Energieversorgung erfolgt ressourcenschonend über Nahwärme und Photovoltaik. „Die Parkstadt Engelhalde steht für modernes, bezahlbares und zukunftsfähiges Wohnen in Kempten“, erklären die Sozialbau-Geschäftsführer Thomas Heubuch und Martin Langenmaier übereinstimmend.
Gemeinsam Kurs halten
Der Besuch von GdW-Präsident Axel Gedaschko unterstreicht, wie wichtig verlässliche politische Rahmenbedingungen für den bezahlbaren Wohnungsbau in Kempten sind. Sozialbau setzt den eingeschlagenen Weg aus innovativem Bauen und sozialer Verantwortung fort – für mehr bezahlbaren Wohnraum in Stadt und Region.





